Ladezyklus
Eine vollständige Entladung und Wiederaufladung der Batterie. Die Lebensdauer wird in Zyklen gemessen: 300-700 bei Blei-Säure, 3.000-5.000 bei LFP-Lithium.
Ein Ladezyklus ist eine vollständige Entladung und Wiederaufladung der Batterie (von 100 % auf 0 % SOC und zurück auf 100 %). Teilentladungen zählen als Bruchteile eines Zyklus: Zwei Entladungen auf 50 % DoD entsprechen ungefähr einem vollen Zyklus. Die Lebensdauer einer Batterie wird in Ladezyklen angegeben und hängt vor allem von der Entladetiefe ab: Eine konventionelle SLI verträgt ~300 Zyklen bei 80 % DoD, aber Zehntausende Start-Mikrozyklen (<5 % DoD); AGM toleriert ~500 Tiefzyklen, GEL ~700 und LFP-Lithium 3.000 bis 5.000. Jeder Zyklus verbraucht allmählich aktives Material der Platten und senkt den SOH (State of Health).
Um die verfügbaren Zyklen zu maximieren: in zyklischen Anwendungen (Solar, Wohnwagen, Boot) nicht regelmäßig unter 50 % Entladung gehen, nach jeder Entladung zügig nachladen (verhindert Sulfatierung) und ein intelligentes Ladegerät mit der zur Technologie passenden Kennlinie verwenden. In einem Start-Stopp-Fahrzeug durchläuft die Batterie Hunderte Mikrozyklen pro Tag — deshalb sind dort EFB oder AGM Pflicht, die für dieses Zyklenprofil ausgelegt sind.